Das Radio als Werkzeug der NS-Propaganda

Der sogenannte "Volksempfänger", ab 1933 für 76 RM im Handel, war ein primitiv konstruiertes Radiogerät (Einkreiser), das sich praktisch nur zum Empfang von Ortssendern eignete. Dieser Gerätetyp wurde auf Anweisung durch die Regierung von allen deutschen Radioherstellern produziert und angeboten. Damit wurde die Gleichschaltung auch beim Massenmedium Radio vollzogen. Radioamateure versuchten schon bald die Empfangseigenschaften des VE 301 durch Zusatzgeräte zu verbessern.

 


--> Eine Sendung des Collegeradios Bayrischer Rundfunk zum Rundfunk in der Zeit der Nazidiktatur:<--

Unterhaltung bis zum bitteren Ende... Joseph Goebbels und das Radio


 

Mende VE301 Wn 1933

(benannt nach dem 30.Januar 1933, dem Tag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler)

DKE Deutscher Kleinempfänger 1938 (Sachsenwerk)

Lumophon VE301 dyn 1938 - mit "leichtem" Renovierungsstau

 

Wurde 1933 noch versucht, die Hörerinnen und Hörer technisch vom Empfang anderer Informationsquellen abzuhalten, so stand nach 1939 auf das Hören von "Feindsendern" u.U. die Todesstrafe.

 

 

Lieber Gott, mach mich taub,

dass ich nicht am Radio schraub!

(Flüsterwitz nach 1939)

 

gclasen, 19.04.2007