Design auch im Kleinen:

einen ganz anderen Weg als Kosmos und Philips ging die Firma Braun, die in den 60er Jahren von dem schweizer Hersteller Egger ein Baukastenprinzip für das Elektronikbasteln übernahm und von dem Designer Dieter Rams überarbeiten ließ.

Herausgekommen ist dabei ein formschönes und genial einfach zu bedienendes Lernspiel mit hohem Anspruch, dass in seinen Formen nahtlos zu anderen den Designprodukten der Firma Braun passte.

BRAUN LECTRON Grundkasten (1967)

für den Lectron kamen eine Vielzahl von Erweiterungssteinen auf den Markt:

von einfachen bis zu ganzen Baugruppen

Die magnetischen Elektrobausteine wurden einfach auf einer Metallplatte angeordnet und man konnte von von der einfachen Blinklichtschaltung bis zum vollständigen Rundfunkempfänger die verschiedensten Schaltungen zusammenstellen

aus dem Lectron Anleitungsbuch: Das Einmalige an LECTRON ist das unkomplizierte System: Keine Drähte, keine Klammern, kein Lötkolben, kein Schraubenzieher stören oder verzögern den Versuch. Ihre ganze Aufmerksamkeit können Sie dem eigentlichen Experiment widmen. Die einzelnen Bausteine haften magnetisch aneinander und stellen dadurch über Neusilberptättchen den elektrischen Kontakt her. Die Bauelemente liegen geschützt in glasklaren Kunststoffgehäusen. Die Oberfläche jedes Bausteins zeigt das genormte Schaltsymbol des darin enthaltenen Bauelements.

ein nicht abgestimmter Rundfunkempfänger:

(Anleitung aus dem Lectron Experimentierbuch)

Als ersten Zugang zur Elektronik wurde das Braun Buchlabor Elektronik herausgegeben für Jugendliche ab 10 Jahren und Eltern, "die auch noch etwas lernen wollen.

Inhalt

Schon 1963 hatte die Firma Braun einen Hobby Set für den Bau eines Rundfunkempfängers auf den Markt gebracht. Von der Technik klassisch schlicht, hob sich dieser Radiobaukasten im Design deutlich von seinen Konkurrenten Kosmos und Philips ab.

 

Dass die guten Ideen - besonders der Lectron - nicht so erfolgreich waren, lag sicher auch am im Vergleich zu den Mitbewerbern deutlich höheren Preis, den Braun für seine Lernspiele verlangte.

gclasen, 08.03.2006