Aus einem alten Radiokatalog

Die Tatsache, dass laut statistischer Erhebungen unter sämtlichen Empfangsanlagen rund 60-70% Detektor-Apparate vertreten sind, ist nicht nur in den wesentlich niedrigeren Anschaffungskosten eines solchen Apparates begründet, sondern auch darauf zurückzuführen, dass der Detektor-Empfang eine klangreine und unverzerrte Wiedergabe der Rundfunkdarbietungen ermöglicht. Für die Inbetriebsetzung sind keinerlei Batterien erforderlich, so dass laufende Unkosten in Wegfall kommen. Auch ist die Bedienung dieser Apparate in der Regel äußerst einfach, so dass jeder Laie (auch Kinder) damit umgehen kann.

Die Reichweite ist je nach Art der Schaltung und der zu empfangenden Sendeenergie verschieden. Im allgemeinen beschränkt sich die Verwendung der Detektor-Apparate bei den heutigen Rundfunksendern auf einen Umkreis von ca. 50 km, wobei allerdings zu bemerken ist, dass in Ausnahmefällen mit Detektor-Apparaten auch schon große Reichweiten erzielt wurden.

Ober die Art der Empfangsantenne ist zu sagen, dass naturgemäß die besten Empfangsresultate nur mit einer Hochantenne zu erzielen sind. In vielen Fäden ist jedoch auch mit Zimmer- oder Behelfsantenne guter Empfang möglich, so dass auf eine Hochantenne verzichtet werden kann. Auch die Lichtleitung kann in vielen Fällen als Antenne gute Dienste tun. Zum Anschluss derselben ist lediglich ein Lichtkondensator erforderlich

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