Die Zwanziger
So fing alles an:
Am 29.10.1923 wurde die erste öffentliche Rundfunksendung in Deutschland ausgestrahlt: - die Berliner Radiostunde aus dem Voxhaus mit der berühmten Absage "und vergessen Sie nicht, Ihre Antenne zu erden"
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Radioamateure QSL-Karten aus den späten 20er Jahren |
Und die Hörer....? etwa 500 gab es 1923 in Deutschland, und die saßen am Detektor und lauschten in den Kopfhörer. Im Jahr 1923, dem Jahr der Inflation, betrug die Rundfunkgebühr 350 Milliarden Papiermark (1 Brot kostete 2 Mrd. Papiermark).
Es war die Zeit der Bastler.
Ein Detektor kostete etwa 70 RM - ein 4-Röhrer (das optimale Gerät) 1925 noch etwa 500 RM! Der Durchschnittslohn eines Arbeiters betrug im selben Jahr 88 Pfennig in der Stunde.
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Rundfunkgeräte aus den Jahren 1923 - 1932
Detektoren:
Nora Dektektor (wahrscheinlich nicht ganz original)
Detektor (Bastlergerät) mit Friho Dektektor
großer Detektor (Bastlergerät)
dazugehöriger Bauplan (Original)
Detektor der Marke Håwe (Schweden)
Wisi Detektor Nr. 57 1932
Wisi Nr.57 Rückseite
Ideal Kopfhörer mit Cortina Kabelverlängerung
MASSENMEDIUM RADIO
Zahl der angemeldeten Radioempfänger:
Dez. 1923
500
April 1924
9900
Juli 1924
100000
Okt. 1924
279000
Apr.1925
779000
Jan.1927
1377000
Jan.1928
2010000

Die monatliche Gebühr betrug 1924 2 RM. - und das Programm....?
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Der Volksfunk spottet 1930: "ich hör mir den Minister an am Vormittag. Und dann kommt noch ein zweiter dran am Nachmittag. Und dann der Kanzler noch, ich wett, abends um halb acht. Ich hör das ganze Kabinett bis mitten in der Nacht. Militärmusike gibt's sehr früh am Vormittag. Ein nationales Potpourri am Nachmittag. Ein deutsches Lied, aus deutschem Mund Abends um halb acht. Ich tanz mich national gesund bis mitten in die Nacht."
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Röhrengerate aus den 20ern
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gclasen, 20.06.2007